Verdoppelung der Landnutzungsintensität im 20. Jahrhundert
Verdoppelung der Landnutzungsintensität im 20.Jahrhundert 4. Juni 2013 - Das Wachstum grüner Pflanzen - ein Maß dafür ist die ,,Nettoprimärproduktion", kurz NPP - ist die energetische Basis für alles Leben auf der Erde. Der Anteil der NPP, den sich die Menschheit durch Landund Forstwirtschaft, Bioenergieproduktion und Vegetationsfeuer aneignet (HANPP), hat sich im letzten Jahrhundert verdoppelt. Wissenschafterinnen und Wissenschafter des Instituts für Soziale Ökologie der AAU haben nun festgestellt, dass Land zwar effizienter, aber gleichzeitig auch immer intensiver genutzt wird. Ein verstärkter Ausbau der Bioenergienutzung würde die HANPP massiv nach oben treiben, warnen die ForscherInnen in einer Studie, die diese Woche im renommierten Fachjournal PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences) veröffentlicht wird. Die kontinuierlich wachsende Weltbevölkerung und deren steigender Ressourcenhunger ist in vielerlei Hinsicht beunruhigend, insbesondere für die Nachhaltigkeit gegenwärtiger und zukünftiger Nutzung natürlicher Ressourcen. Ein wichtiger Messwert dafür ist der so genannte HANPP-Indikator. HANPP steht für ,,Human Appropriation of Net Primary Production" und gibt Auskunft darüber, wie stark sich menschliches Handeln auf die Biosphäre auswirkt.


