Staatspreis Klimawandelanpassung

Erfolg für Urban Heat Equality: Das von der BOKU geleitete Projekt belegte beim Staatspreis 2026 den 3. Platz in der Kategorie Forschung. Platz ausgezeichnet.

Das vom Klimaund Energiefonds geförderte Projekt widmete sich dem zunehmenden Hitzestress in der Stadt Wien. Im Fokus standen insbesondere Entscheidungsprozesse rund um naturbasierte Lösungen - etwa Parks oder Fassadenbegrünungen - sowie deren Auswirkungen auf unterschiedliche soziale Gruppen.

Das von der BOKU geleitete und gemeinsam mit der TU Wien umgesetzte Projekt setzte sich intensiv mit Fragen sozialer Ungleichheit und Klimagerechtigkeit auseinander und konnte damit die Jury überzeugen. Die Auszeichnung wurde im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Marmorsaal des BMLUK von Bundesminister Norbert Totschnig und Klimaund Energiefonds-Geschäftsführer Bernd Vogl an das Projektteam überreicht.

Starke Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis

Ein zentrales Element des interund transdisziplinären Projekts war ein umfassender Stakeholder-Prozess. Dabei waren die Wiener Stadtverwaltung, Sozialorganisationen wie Caritas und Volkshilfe sowie Interessenvertretungen wie Arbeiterkammer und Armutskonferenz kontinuierlich eingebunden.

Darüber hinaus arbeitete das Projekt phasenweise mit weiteren Organisationen zusammen, darunter Die Gruft, Haus Neubau, der Österreichische Behindertenrat, der Pensionist*innenklub Ahornergasse, die Suchtund Drogenkoordination Wien sowie VinzenzGwölb Wien.

Diese enge Zusammenarbeit förderte den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis und ermöglichte die Integration unterschiedlicher Wissensperspektiven. Dadurch konnten die Projektergebnisse gezielt auf die Bedürfnisse der beteiligten Akteur*innen abgestimmt werden.

Konkrete Ergebnisse und frei verfügbare Materialien

Zu den zentralen Outputs zählen unter anderem zwei Policy Briefs sowie eine dreisprachige Plakatserie mit Hitzetipps. Sämtliche Materialien stehen auf https://urbanheat.boku.a­c.at/news-­veroeffent­lichungen/ frei zum Download zur Verfügung.

Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro wird an die Plattform ,,Sichtbar Werden" - ein Projekt der Armutskonferenz - gespendet.

Projektteam

Zum wissenschaftlichen Team von Urban Heat Equality gehören:
  • Patrick Scherhaufer (BOKU/IFER)
  • Maximilian Muhr (BOKU/IFER)
  • Thomas Thaler (BOKU/ILAP)
  • Michael Friesenecker (BOKU/ILAP)
  • Mark Scherner (BOKU/ILAP)
  • Julia Dorner (BOKU/ILAP)
  • Raphaela Kogler (TU Wien, Forschungsbereich Soziologie)
  • Nadine Haufe (TU Wien, Forschungsbereich Soziologie)
  • Fidelia Gartner (TU Wien, Forschungsbereich Soziologie)
  • Christoph Clar (Berater)


03.2026