Klimawandel als Wanderungsmotiv?

Klimawandel als Wanderungsmotiv? 11. Juni 2013 Der Klimawandel bringt es mit sich: In manchen Gegenden der Welt wird es für den Menschen zu heiß, zu trocken oder zu feucht, um zu leben. Klimawandelbedingte Migration ist ein relativ neues Phänomen, das GeographInnen unter die Lupe nehmen. Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag: Weltweit flüchten Menschen vorwiegend aus politischen und wirtschaftlichen Gründen in vor Krieg und Hunger sicherere Regionen. Relativ neu wird in den Medien, in der Politik und in der Wirtschaft die klimabedingte Migration thematisiert. ,,Für manche ist sie längst Realität, für andere ein hypothetisches Problem, für wieder andere Unsinn, Hirngespinst und Tatsachenverdrehung. Wie in früheren Debatten geht es dabei im Kern um die Frage, ob und wie Wanderungsentscheidungen durch Faktoren der Umwelt beeinflusst oder gar determiniert werden", so der in Osnabrück tätige Geograph und Ethnologe Carsten Felgentreff. Die Vorstellung, dass menschliche Handlungen direkte Folgen einer als Ursache gedachten naturräumlichen Ausstattung seien, galt lange als überwunden bzw. als altmodisch, im Zuge der aktuellen Klimawandeldebatte hat diese (klimaoder umweltdeterministische) Denkfigur jedoch eine bemerkenswerte Renaissance erlebt.
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