Covid schlägt Klima

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Nach zwei Jahren Pandemie hat sowohl die Besorgnis der Bevölkerung um die Umwelt als auch die Bereitschaft, klimafreundlich zu handeln, einen Tiefstand erreicht. Das zeigen Studien im Rahmen des Sozialen Survey Österreichs (SSÖ) 2021, durchgeführt von Soziologinnen der Universität Graz. ,,Im deutlichen Abwärtstrend beim ökologischen Bewusstsein der ÖsterreicherInnen lassen sich Zusammenhänge mit Einkommen und Bildung beobachten", berichten die Studienautorinnen Beate Klösch und Rebecca Wardana. Personen, die mehr verdienen, und jene mit Hochschulabschluss sind eher gewillt, Abstriche bei ihrem Lebensstandard sowie höhere Preise und Steuern zu akzeptieren als GeringverdienerInnen und Menschen mit Pflichtschuloder Lehrabschluss. Was die Angst um die Umwelt betrifft, so kommt zu den Effekten von Einkommen und Bildung noch ein Geschlechter-Unterschied hinzu: Bei Frauen ist die Besorgnis größer als bei Männern. Internationale Wirtschaftskrisen hatten in der Vergangenheit ähnliche negative Konsequenzen. ,,So wirkt sich beispielsweise eine hohe Arbeitslosenquote innerhalb eines Landes negativ auf das Umweltbewusstsein aus, da es zu Aufmerksamkeitsund Prioritätenverschiebungen kommt, wenn persönliche Sicherheiten als gefährdet wahrgenommen werden", erklären die Soziologinnen.
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