Nachhaltiges Bauen ist Einstellungssache
,,Sobald ein Gebäude die Anforderungen des Energieausweises nur um einen Bruchteil Übertrifft, ist gleich von einem ,Green Building' die Rede", sagt Alexander Passer und ist nicht ganz glücklich. Wenn Alexander Passer von seinem Büro im 11. Stock des Grazer Science Towers auf die künftige Grazer ,, Smart City " blickt, ist er nicht wirklich glücklich: ,,Sobald ein Gebäude die Anforderungen des Energieausweises nur um einen Bruchteil Übertrifft, ist gleich von einem , Green Building ' die Rede." Für den TU Graz-Professor für Nachhaltiges Bauen braucht es aber viel größere Anstrengungen, um wirklich nachhaltig und klimafreundlich zu bauen. Modelle dazu werden im September 2019 auf der ,, Sustainable Built Environment D'A-CH Conference 2019" an der TU Graz diskutiert. Die Herausforderungen sind längst bekannt: Wie können wir die knapper werdenden Ressourcen unseres Planeten so nützen, dass unsere Nachkommen eine ausreichende Lebensgrundlage vorfinden? Und: Was müssen wir unternehmen, um die anthropogene Erderwärmung möglichst gering zu halten und die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen? Eine drastische Reduktion der Treibhausgas-Emissionen ist vonnöten. Das gilt ganz besonders für den Bausektor, dem weltweit ca. Prozent des Energieund 50 Prozent des Ressourcenverbrauchs zugeschrieben werden. Um hier Emissionen einzusparen, reicht es nicht aus, allein die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern, ,,grüne" (Bau-)Materialien zu verwenden oder neue Methoden igitalen Planens einzuführen.


