Diabetes: Faktor Geschlecht? von immer größerer Bedeutung

Die internationalen Richtlinien für das Management von Diabetes mellitus (Typ 2) geben vor, Faktoren wie das Alter, das soziale Umfeld, die Dauer der Erkrankung oder begleitende gesundheitliche Beschwerden zu beachten. Das Geschlecht ist nicht beinhaltet. Aber genau das wird von immer größerer Bedeutung - denn Männer und Frauen tragen ein unterschiedliches Risiko und erkranken und leiden unterschiedlich an Diabetes, sodass auch die Behandlung zunehmend geschlechtsspezifisch und damit personalisiert sein sollte. Das ist die wichtigste Erkenntnis eines weltweit erstmals in diesem ganzheitlichen Umfang verfassten Reviews zum Stand der geschlechtsspezifischen Unterschiede, zu dem die MedUni Wien-ForscherInnen Alexandra Kautzky-Willer und Jürgen Harreiter (beide von der Universitätsklinik für Innere Medizin III, Gender Medicine Unit) nun eingeladen wurden. Der Review ist im 'Endocrine Reviews? erschienen, jenem Journal in der Endokrinologie mit dem mit Abstand höchsten Impact-Faktor (21. Zudem wurde der Artikel der MedUni Wien-WissenschafterInnen auf dem Cover des Journals prominent gefeatured. Andere Risikofaktoren, genetische Disposition und Biomarker bei Frauen und Männern - Die Fakten sprechen klar für eine geschlechtsspezifische Betrachtung und Behandlung von Diabetes mellitus, woran rund 600.000 ÖsterreicherInnen leiden: Männer haben biologisch ein grundsätzlich höheres Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken, Frauen sind unter anderem durch die erhöhte Ausschüttung des Hormons Östrogen lange 'geschützt' - bis es in der Menopause zu einer hormonellen Umstellung kommt und dieser Schutz abflaut.
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