Avatar ermöglicht chronisch kranken Kindern Teilnahme am Unterricht
Um Problemen durch häufige schulische Abwesenheit vorzubeugen, könnten Telepräsenz-Systeme wie Avatare ein gutes Mittel sein. Ein Forschungsprojekt von Thomas Pletschko vom Comprehensive Center for Pediatrics CCP der Universitätsklinik für Kinderund Jugendheilkunde untersucht, wie sich Avatare auf die schulische Partizipation, das Zugehörigkeitsgefühl, Gefühle sozialer Isolation sowie das Wohlbefinden von Kindern mit chronischen Erkrankungen auswirken. In Österreich leiden etwa 190. Kinder an chronischen Erkrankungen wie Diabetes, angeborenen Herzfehlern oder Krebserkrankungen. Etwa neun Prozent davon können aufgrund von medizinischen Behandlungen oder Krankenhausaufenthalten die Schule nur unregelmäßig besuchen. Die Folgen sind nicht nur Einbußen der schulischen Fertigkeiten, sondern auch soziale und emotionale Probleme für die kranken Kinder. Das Fehlen von persönlichen Kontakten zu Lehrenden und MitschülerInnen verursacht auch Gefühle von Einsamkeit und sozialer Isolation.