Wie man Oxidation zähmt

Bioaktive --Ketoamide (Copyright: Maulide Group/Universität Wien).
Bioaktive --Ketoamide (Copyright: Maulide Group/Universität Wien).
Oxidation ist eine der wichtigsten Reaktionen in der Chemie, jedoch ist sie auch eine der am schwersten kontrollierbaren. Nuno Maulide und seine Arbeitsgruppe an der Fakultät für Chemie der Universität Wien haben nun eine Reihe neuartiger Oxidationsreaktionen entwickelt. Die Methoden bestechen sowohl durch ihre Einfachheit als auch durch die Tatsache, dass sie selektiv zum gewünschten Produkt führen. Damit wird die Herstellung von synthetisch nützlichen, beziehungsweise bioaktiven Molekülen vereinfacht. Die Ergebnisse erscheinen aktuell im renommierten "Journal of the American Chemical Society". Oxidationen spielen in jedem Bereich des täglichen Lebens eine außerordentliche Rolle, angefangen bei der Kraftstoffverbrennung in herkömmlichen Motoren, über Rostbildung auf Eisen, bis hin zur Verwertung von Glukose und anderen Nährstoffen im Körper. Während die erstgenannten Prozesse recht gewaltsame und unselektive Oxidationsreaktionen darstellen, laufen im Körper weit raffiniertere Oxidationen ab. "Man spricht sogar von der 'Kunst' der selektiven Oxidation, die der Natur die Produktion unzähliger Moleküle mit biologischer Aktivität ermöglicht? sagt Nuno Maulide, Professor für Organische Synthese an der Universität Wien. Auch viele künstliche bioaktive Stoffe und Pharmazeutika beruhen auf Produkten, die sich durch selektive Oxidationen einfacher Substrate herstellen lassen. Unter diesen Verbindungen nehmen - Ketoamide - auch aufgrund ihrer strukturellen Ähnlichkeit zu Peptiden - eine besondere Stellung ein. Amide sind unreaktive Gruppen - und das ist gut so
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