Roboter hilft bei Neuro-OPs

Links: Geschäftsführer Mag.   Franz Harnoncourt, Univ.- Andreas Gruber, MBA LLM,
Links: Geschäftsführer Mag. Franz Harnoncourt, Univ.- Andreas Gruber, MBA LLM, PD Wolfgang Senker und Gesundheitsreferentin LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander mit dem ’Mazor-Roboter’; Credit: KUK

Die Universitätsklinik für Neurochirurgie setzt nun auf Roboter-Unterstützung bei Operationen.

Hier werden Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, des Nervensystems sowie psychischen Erkrankungen behandelt. Ab sofort steht für Wirbelsäulenverschraubungen auch ein topmoderner Mazor-OP-Roboter zur Verfügung.

Die Anwendung des robotischen Assistenzsystems ,,Mazor X" in der Wirbelsäulenchirurgie bietet den Vorteil, die Stärken von menschlichen Operateurinnen und Operateuren und Robotern ideal miteinander zu kombinieren. Die Stärke des Roboters liegt hier insbesondere auf der Präzision und der exakten Umsetzung der vorausgegangenen Eingriffsplanung. Die Führung der operativen Eingriffe verbleibt dabei selbstverständlich immer bei der Operateurin bzw. beim Operateur. Das Ergebnis dieses Zusammenspiels sind noch präzisere Eingriffe mit noch geringeren Gewebeschädigungen, was wiederum die Grundlagen von verkürzten Genesungszeiten sind. Besonders relevant sind diese Effekte bei komplexen chirurgischen Eingriffen.

Der Vorstand der Universitätsklinik für Neurochirurgie Andreas Gruber, MBA LLM betont: ,,Das Mazor-System bietet eine roboterassistierte Plattform, die Chirurginnen und Chirurgen bei der Durchführung komplexer Wirbelsäuleneingriffe unterstützt und die Effizienz und Sicherheit erhöht. Mit Hilfe des Roboters können navigationsunterstützte Pedikelschrauben im Bereich der Wirbelsäule sicher an die zuvor geplante Position gesetzt werden."

,,Die Roboter-integrierte Navigation hilft den Implantationsvorgang in Echtzeit zu verfolgen, was einen weiteren Sicherheitsaspekt darstellt. Das System fördert minimalinvasive Verfahren, das zu weniger Gewebeschäden, kürzeren Genesungszeiten und geringeren postoperativen Schmerzen für die Patientinnen und Patienten führt. Der Einsatz des Roboters kann außerdem helfen den Blutverlust währende der Operation zu senken und die Strahlenbelastung im OP zu verringern. Das Risiko für Komplikationen und Nachoperationen wird durch den Einsatz des Roboters gesenkt. ,MAZOR X’ kann nahtlos mit verschiedenen Bildgebungstechnologien integriert werden, um eine umfassende Planung und Durchführung von Eingriffen zu ermöglichen," so PD Dr. Dr. Wolfgang Senker von der Universitätsklinik für Neurochirurgie.

Die Universitätsklinik für Neurochirurgie verfügt über 90 Betten und 5 neurochirurgische OP-Säle, die mit 3 Neuronavigationssystemen, einem intraoperativen ,,3-Tesla-MRT" und einem intraoperativen CT (,,O-Arm") sowie nun auch mit dem robotischen Assistenzsystem ,,Mazor X Stealth" ausgestattet sind. Zusätzlich ermöglicht ein Hybrid-OP, komplizierte neurochirurgische Gefäßeingriffe intraoperativ mit Hilfe radiologischer bildgebender Verfahren schnell und präzise zu kontrollieren.

Damit zählt die Neurochirurgie am Kepler Universitätsklinikum zu den größten und modernst ausgestatteten Kliniken Österreichs und deckt das gesamte diagnostische und therapeutische Spektrum der Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems ab.

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