Per Anhalter in die Krebszelle: Die nächste Generation von Platintherapeutika

Ein interdisziplinäres Team der Universität Wien und Medizinischen Universität Wien hat eine neue Platinverbindung mit großem Potenzial als Krebstherapeutikum entwickelt. Dem Team um Christian Kowol vom Institut für Anorganische Chemie, Universität Wien und Petra Heffeter vom Institut für Krebsforschung, Medizinische Universität Wien, gelang es, durch eine neue Strategie einen Wirkstoff (Albuplatin) herzustellen, der in präklinischen Modellen eine deutlich erhöhte Wirksamkeit und geringere Nebenwirkungen als die seit Jahrzenten etablierten Platintherapeutika zeigt. Für die klinische Entwicklung erfolgte im Mai 2019 die Gründung des Spin-off Unternehmens "P4 Therapeutics", welches nun mit dem ,,Der Brutkasten"- Media Award 2019 ausgezeichnet wurde. Trotz zahlreicher neuer Therapieformen ist die Chemotherapie nach wie vor eine der wichtigsten Strategien in der Behandlung von Krebs. "Seit Jahrzehnten werden die Krebstherapeutika Cisplatin und Carboplatin in nahezu jedem zweiten Therapieschema angewendet", sagt der Chemiker Christian Kowol, Forscher des gemeinsamen Forschungsclusters "Translational Cancer Therapy Research" von der Universität Wien und Medizinischer Universität Wien. Neueste klinische Studien mit Immuntherapeutika zeigten sogar eine massiv verbesserte Aktivität bei Kombination mit Cisplatin oder Carboplatin. "Daher werden, platinhaltige Therapeutika auch in der modernen Krebstherapie ihre essentielle Rolle behaupten können", so Kowol.
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