Das neue Betriebsmodell weckt unter den Spielanbietern großes Interesse.
Ein neuartiges, ressourcensensibles Betriebsmodell für Onlinespiele haben Informatiker der Universität Innsbruck in einem vom FWF geförderten Projekt entwickelt. Sie konnten zeigen, wie dieses Modell sowohl wirtschaftliche Erträge als auch ungetrübtes Spielerlebnis sichern kann. Die Testergebnisse wurden nun international publiziert. Ob Priester, Todesritter oder Magier - in Online-Gemeinschaftsspielen oder Massively Multiplayer Online Games (MMOGs) wie ,,World of Warcraft" erwarten Millionen von aktiven Nutzerinnen und Nutzern ein störungsfreies Spielerlebnis. Spielzüge sollen in Echtzeit dargestellt werden, gemeinsame Daten und gleichzeitige Aktivitäten wollen schnell vernetzt und über Chat-Kanäle diskutiert werden. Das stellt nicht nur hohe Anforderungen an die Rechnerleistung, sondern auch an die MMOG-Firmen, erklärt Radu Prodan vom Institut für Informatik: ,,Um bei einer variablen Anzahl an gleichzeitigen Spielern eine sehr gute Spielqualität gewährleisten zu können, müssen MMOG-Firmen mehr Server-Ressourcen bereitstellen als im Durchschnitt gebraucht werden, um Lastspitzen abfedern zu können, ohne dass die Qualität darunter leidet." Die Folge ist eine überdimensionierte Infrastruktur von tausenden Rechnern, deren Besitz bis zu 40 Prozent des gesamten Spieleinkommens kosten kann. Eine schlankere, flexiblere Infrastruktur wäre durch eine Leistungsaufteilung von Aktivitäten der MMOG-Firmen unter Nutzung kommerzieller Cloud-Dienste möglich.
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