Neue Therapieoption reduziert Rückfallrisiko bei HER2-positivem Brustkrebs signifikant
Die Standardtherapie bei HER2-positivem frühem Brustkrebs, der bereits vor der Operation mit einer Antikörpertherapie vorbehandelt wurde (neoadjuvante Therapie) und bei dem ein Resttumor verblieben ist, könnte sich grundsätzlich ändern. Das belegen die Ergebnisse einer internationalen Studie, die unter maßgeblicher Beteiligung des Comprehensive Cancer Center (CCC) der MedUni Wien und des AKH Wien durchgeführt wurde. Die WissenschafterInnen konnten dabei zeigen, dass ein bekanntes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (Trastuzumab Emtansin) bei dieser Erkrankung das Rückfallrisiko um 50 Prozent im Vergleich zur Standardtherapie senkt. Die Arbeit wurde nun im Rahmen des weltweit bedeutendsten Brustkrebskongresses, des San Antonio Breast Cancer Symposiums in den USA, präsentiert und erschien im Top Journal ,,New England Journal of Medicine". Brustkrebs ist eine Erkrankung, die in viele Untergruppen zerfällt. Bei einer dieser Subgruppen bilden die Tumorzellen einen Rezeptor im Übermaß aus: den humanen Epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 (HER2). Durch diesen Umstand erhält die Zelle zu viele Signale zur Teilung und Vermehrung, was dazu führt, dass sich der Tumor sehr rasch und unkontrolliert ausbreitet.