Medizin und Wissenschaft in Wien 1848 bis 1955

Das Josephinum 1785. (© Josephinum - Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizi

Das Josephinum 1785. (© Josephinum - Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizin, Medizinuniversität Wien)

Buchpräsentation zu Wiener Medizingeschichte am 5. Dezember

Die Medizin als Wissenschaft hat in Wien eine lange Tradition. Ursprünglich als Gründungsfakultät Teil der Universität Wien, ist die Medizinische Universität Wien seit 2004 eigenständig. Zu ihrer Geschichte und jener der österreichischen Medizin von 1848 bis 1955 wird am Mittwoch, 5. Dezember, 18 Uhr, der fünfte und letzte Band der mehrbändigen Festschrift anlässlich des 650-Jahr-Jubiläums der Universität Wien in der Aula am Campus präsentiert. Aktuell gibt es zahlreiche Projekte, bei denen die Universität Wien und die Medizinische Universität zusammenarbeiten, so z.B. im gemeinsamen Joint Venture Max F. Perutz Laboratories.

Heute mit rund 8.000 Studierenden und 5.500 MitarbeiterInnen die größte medizinische Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum und eine der bedeutendsten Spitzenforschungsinstitutionen Europas im biomedizinischen Bereich, war die Medizinische Universität Wien über 600 Jahre lang als Fakultät Teil der Universität Wien. Als solcher brachte die einstige Medizinische Fakultät viele grundlegende und nachhaltige Entwicklungen und Entdeckungen hervor, die u.a. im 5. Band der Festschrift-Reihe, beschrieben werden. Von Begriffen wie "Wiener Medizinische Schule" über den gleichberechtigten Zugang zum Medizinstudium von Frauen und Männern bis hin zu internationalen Ärztenetzwerken beschäftigt sich der Band mit dem Zeitraum des "langen 20. Jahrhunderts".

Die Geschichte der medizinischen Forschung und Praxis in Wien wird erst im Kontext ihrer Strukturen und Netzwerke verständlich. ,,Diese Vernetzung der medizinischen Forschung mit der Universität Wien hat bis heute Kontinuität. Aktuell haben wir gemeinsam mit der Medizinischen Universität drei neue Professuren ausgeschrieben und entwickeln einen Studiengang im Bereich der Neurowissenschaften," so Heinz W. Engl, Rektor der Universität Wien.

Herausgegeben von Daniela Angetter von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Birgit Nemec von der Universität Heidelberg, Herbert Posch vom Forum Zeitgeschichte der Universität Wien, Christiane Druml, Leiterin des Josephinums, der Sammlungen der Medizinischen Universität Wien und Paul Weindling von der Oxford Brookes University, kontextualisiert das interinstitutionelle und interdisziplinäre Buch die lokalen und internationalen Beziehungen der "Wiener Medizin" im 19. und 20.Jahrhundert.

Zur Begrüßung sprechen Heinz W. Engl, Rektor der Universität Wien, Michaela Fritz, Vizerektorin der Medizinischen Universität Wien für Forschung und Innovation sowie Helmut Denk, ehemaliger ÖAW-Präsident. Ergänzt wird die Buchpräsentation durch mehrere filmische Kurzbeiträge von AutorInnen, die aus ihren Buchbeiträgen heraus Themen und Orte der Medizingeschichte in Wien kurz vorstellen, verknüpft mit zahlreichen Aufnahmen.

Die Buchpräsentation ist Teil der Jubiläumsveranstaltungen anlässlich 20 Jahre Campus der Universität Wien und Auftakt der Veranstaltungsreihe "Erlesenes Erforschen" der Universitätsbibliothek Wien, in deren Rahmen ForscherInnen der Universität Wien ihre aktuellen Publikationen einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.

Buchpräsentation "Strukturen und Netzwerke: Medizin und Wissenschaft in Wien 1848-1955"
Zeit: Mittwoch, 5. Dezember 2018, 18 Uhr
Ort: Aula am Campus der Universität Wien, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1

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