Zitrusfrüchte sind gute Fastenhelfer. Ab und zu für einen bestimmten Zeitraum die Kalorienzufuhr zu reduzieren, könnte das Leben verlängern. Bild: Sonja Winzer über <a href="
ForscherInnen der Uni Graz untersuchen die Anti-Aging-Wirkung des periodischen Fastens. Abwechselnd einen Tag streng fasten und einen Tag ohne Einschränkung essen: Das ist das Prinzip des ,,Alternate Day Fasting", einer populären Methode, durch die man schnell ein paar überschüssige Kilos verlieren soll. Was oft als reine Diät propagiert wird, verlängert im Tiermodell nachweislich das Leben - und das, obwohl die Netto-Kalorienzufuhr nicht reduziert wird. Grund dafür ist ein Zellreinigungsprozess namens Autophagie, erklärt Frank Madeo vom Institut für Molekulare Biowissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz: ,,Es handelt sich dabei um eine Art Selbstverdauungsprogramm, das die Zellen reinigt und entgiftet. Ausgelöst wird diese zelluläre Müllabfuhr vor allem beim kontrollierten Fasten." In einem aktuellen Forschungsprojekt untersucht Frank Madeo mit seinem Team nun, ob das ,,Alternate Day Fasting" einen verjüngenden und gesundheitsfördernden Effekt auf Menschen hat. Spezielle Beachtung wird die Forschungsgruppe auf Alterungsmarker legen, erklärt Madeo: ,,Im Lauf des Lebens verändern sich bestimmte Bestandteile im Körper: Der Zuckerstoffwechsel wird schlechter und bestimmte Organe, wie etwa die Leber, aber auch das Muskelund Fettgewebe, reagieren weninger sensibel auf das Hormon Insulin. Wir untersuchen nun, ob diese natürliche Entwicklung durch regelmäßigen Essensverzicht eingebremst werden kann." Auch die generelle Fitness der Fastenden wird Gegenstand des Forschungsprojekts sein.
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