Das Kamera-Positioniersystem im Einsatz im Kunsthistorischen Museum Wien [1]
Für das Kunsthistorische Museum Wien entwickelte ein Team der TU Wien ein computergesteuertes Kamera-Positioniersystem zum hochauflösenden Digitalisieren von Bildern. Man könnte meinen, es sei ganz einfach: In vielen großen Museen drängen sich Touristen mit Kameras und Smartphones vor den berühmtesten Werken und versuchen, die Bilder abzufotografieren. Wenn man allerdings ernsthaft eine hochqualitative Digitalisierung eines Kunstwerks erstellen möchte, muss man ganz anders an die Sache herangehen: Die TU Wien entwickelte nun ein computergesteuertes Kamera-Positioniersystem, das Gemälde automatisch abrastert und eine Serie von Bildern aufnimmt, die dann zu einer hochauflösenden digitalen Reproduktion zusammengesetzt werden können. In Auftrag gegeben wurde das Positioniersystem vom Kunsthistorischen Museum Wien, wo es zur Vorbereitung der aktuellen großen Pieter-Bruegel-Ausstellung eingesetzt wurde. Von Röntgen bis Infrarot. ,,Aus bis zu 200 Teilbildern werden hochwertige digitale Reproduktionen zusammengesetzt, um möglichst viele Details abbilden zu können", sagt Prof. Georg Kartnig vom Institut für Konstruktionswissenschaften und Technische Logistik der TU Wien. Die Anforderungen an die Genauigkeit beim Fotografieren sind sehr hoch, daher ist es sinnvoll, diese Präzisionsarbeit nicht einem Menschen zu überlassen, sondern ihm einen Roboter zur Seite zu stellen.
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