Hanna Mayer hat sich für die Etablierung der Pflege als eigene Wissenschaft eingesetzt und leitet seit 2007 das Institut an der Universität Wien.
Am 10. September 2015 feiert das Institut für Pflegewissenschaft zehnjähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums erzählt Vorständin Hanna Mayer im , warum es für die Pflege v.a. in Österreich schwer war, sich als Wissenschaft zu etablieren und was die Herausforderungen der Zukunft sind. uni:view: International ist die Pflegewissenschaft oft an medizinische Fakultäten angebunden. Warum wurde das Institut für Pflegewissenschaft vor zehn Jahren an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien gegründet? Hanna Mayer: Zum einen hängt das mit dem komplizierten Verhältnis zwischen Medizin und Pflegewissenschaft in Österreich zusammen. Medizin und Pflege sind hier sehr hierarchisch miteinander verwoben und v.a. im deutschsprachigen Raum wurde Pflege lange Zeit nicht als eigene Wissenschaft gesehen. Zum anderen ist die Gründerin des Instituts, Elisabeth Seidl, selbst promovierte Soziologin und Psychologin, weshalb es naheliegend war, hier Fuß zu fassen. Der erste Schritt wurde bereits 1999 getan - mit der Einführung des individuellen Diplomstudiums. uni:view: Das Diplomstudium war von Anfang an sehr begehrt... Mayer: Ja, kurz vor 2005 waren es rund 1.500 Studierende. Das Institut wurde aus der Notwendigkeit heraus gegründet, eine eigene Verwaltungseinheit zu schaffen. Aufgrund des großen Interesses an dem Fach haben sich außerdem Stifter - wie das Rote Kreuz und die Caritas - für eine Professur gefunden. Ohne diese Stiftungsprofessur wäre das Institut wahrscheinlich nicht gegründet worden. uni:view: Warum wurde das individuelle Diplomstudium nicht weitergeführt?
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.