Medizinethiker Johann Platzer plädiert bei der Beantwortung formale Entscheidungskriterien zu berücksichtigen.
Medizinethiker Johann Platzer plädiert bei der Beantwortung formale Entscheidungskriterien zu berücksichtigen. Braucht das Klima einen Lockdown? Nein - aber ein Ausbrechen aus alten Gewohnheiten, sagt Ökonom Karl Steininger Man erinnert sich noch gut an Delphine in der Lagune von Venedig im Frühling 2020: die Natur hat während des ersten, coronabedingten Lockdowns aufgeatmet. Allerdings nur kurz, und die positiven Effekte der Verkehrsberuhigung waren bald wieder verpufft. Sollten wir dem Planeten zuliebe Lockdowns öfter einsetzen? Klimaökonom Karl Steininger beantwortet diese Frage so: "Das Klima braucht keinen Lockdown. Das Klima braucht vielmehr ein Aufsperren - und unserer Kreativität, denn wir müssen die Zukunft gemeinsam in Richtung eines bewussten Umbaus unserer Lebensund Arbeitsgewohnheiten gestalten. Warum? Am 7. April 2020 - das war der Tag, an dem weltweit die meisten Gebiete im ersten Lockdown waren, von China bis zu den USA - gab es global gerade einmal 17 Prozent weniger CO2-Emissionen. Obwohl praktisch keine Flugzeuge am Himmel, Verkehr und Industrieproduktion extrem reduziert waren, war die Einsparung nicht größer.
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