Brettsperrholz trifft Paulownia - leichte Platten mit großem Potenzial

Foto (v.l.n.r.): Friedrich Seiger, Milan Bock, Tommi Pakarinen und Suni Suvi prä
Foto (v.l.n.r.): Friedrich Seiger, Milan Bock, Tommi Pakarinen und Suni Suvi präsentieren den ersten Prototyp einer 3-lagigen Brettsperrholzplatte mit Paulownia-Kern.

Gemeinsam mit externen Projektpartnern beschäftigt sich Fachbereichsleiter Marius-Catalin Barbu intensiv mit der Frage, wie Paulownia - eines der leichtesten technischen Hölzer - als innovatives Leichtbaumaterial in der Holzindustrie eingesetzt werden kann.

In einer internationalen Forschungsgruppe arbeiten Studierende des Studiengangs Holztechnologie & Holzbau aus Deutschland und Finnland sowie Projektpartnern aus den Niederlanden, Kroatien und zwei Österreichischen Brettsperrholz-Produzenten zusammen. Gemeinsam entwickeln sie nachhaltige, ultraleichte Bauplatten, die Paulownia in die nächste Generation der Holzwerkstoffe bringen sollen.

Was diese Platten so besonders macht: Mehr als ein Drittel des Plattenkerns könnte aus Paulowniaholz bestehen - erheblich leichter als Fichte - und stammt aus europäischen Plantagen mit einer bemerkenswert kurzen Umtriebszeit von nur sieben Jahren.

Die große Herausforderung: Wie gut harmoniert Paulownia mit Fichte und Kiefer? Im Fokus stehen Beleimungsgüte, mechanische-physikalische Eigenschaften der Klebefuge sowie das Verhalten der gesamten Platte unter Belastung.

Die Ergebnisse könnten richtungsweisend sein - sowohl für nachhaltige Materialentwicklung als auch für den zukünftigen Einsatz von Leichtbauplatten im konstruktiven Bereich.

Ein herausragendes Beispiel für internationale Zusammenarbeit, innovative Forschung und praxisnahe Weiterentwicklung von Holzwerkstoffen.