Auf dem Weg zur Impfung gegen das Chikungunya-Virus
Ein auf Basis eines gängigen Masern-Impfstoffs gentechnisch hergestellter Lebendimpfstoff hat großes Potenzial, gegen das Chikungunya-Virus zu wirken. Das ist das zentrale Ergebnis der nun abgeschlossenen Phase-II-Studie, die jetzt im absoluten Top-Journal ,,The Lancet" veröffentlicht wurde. Involviert in die Studie waren auch zwei Abteilungen der MedUni Wien, das Institut für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin unter Leitung von Ursula Wiedermann-Schmidt und die Abteilung für Klinische Abteilung mit der Arbeitsgruppe um Christa Firbas, sowie eine Forschungsgruppe der Med Uni Graz (Eckehard Beubler). Den Lead bei der Studie hat die Universität Rostock gemeinsam mit der Wiener Biotechfirma Themis Bioscience GmbH inne. Zwei Injektionen genügen - Zur Immunisierung genügen zwei Injektionen, egal ob im Abstand von einem bzw. sechs Monaten - beide Male zeigte sich der neue Impfstoff, der auf der Basis eines modifizierte Masernvirus beruht, als wirksam und sicher. Der Impfstoff wird in den Muskel appliziert und löst im lymphatischen System die Antikörper-Produktion aus. Wenn eine Infektion mit dem Chikungunya-Virus erfolgt, stehen diese Antikörper dann bereit, um das Virus zu neutralisieren, wodurch es nicht zum Ausbruch der Krankheit kommt.
