25 Jahre AustroMir: Von Mozartkugeln und Ionenkanonen

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Franz Viehböck, der erste und bis heute einzige Österreicher im All. © Lunghamme
Franz Viehböck, der erste und bis heute einzige Österreicher im All. © Lunghammer - TU Graz
Mit Franz Viehböck hob vor 25 Jahren der erste und bislang einzige Österreicher in den Weltraum ab. Forscher der TU Graz leisteten Pionierarbeit in der außerirdischen Materialanalyse und ermöglichten erstmals die vernetzte Kommunikation mehrerer Orte auf der Erde und im All. Freitag, 4. Oktober 1991: Die Wiener Philharmoniker spielen den Donauwalzer von Johann Strauß, als Franz Viehböck in die sowjetische Raumstation ,,MIR" einschwebt. Bei seiner Ankunft hatte Franz Viehböck nicht nur eine rot-weiß-rote Fahne, Mozartpartituren und Österreichische Spezialitäten zur Freude der anderen Kosmonauten auf der Mir mit im Gepäck, sondern vor allem Geräte für 15 wissenschaftliche Experimente. Daran beteiligt waren Forschungsgruppen mehrerer Österreichischer Universitäten und Institutionen, etwa Joanneum Research, die die Projekträgerschaft für AustroMir innehatte, die TU Graz, das Institut für Weltraumforschung, das damalige Forschungszentrum Seibersdorf, die Universitäten Graz, Innsbruck und Wien, aber auch mehrere Firmen. Ein Schwerpunkt lag auf medizinischen Experimenten und den Auswirkungen des Weltalls auf den menschlichen Körper. Das Projekt ,,Motomir" etwa untersuchte mittels eines speziellen Ergometers die Funktionsweise der Armund Beinmuskulatur in der Schwerelosigkeit, in ,,Audimir" ging es um die Frage, wie genau Raumfahrer Schallquellen lokalisieren können, in ,,Optovert" wurde Franz Viehböck mit einer Spezialmaske optischen Reizen ausgesetzt, um die Ursache der Raumkrankheit zu erforschen.
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