Artkreuzung als Evolutions-Boost

Buntbarsche sind gute Beispiele dafür, wie sich die Natur verändert. Wissenschaf
Buntbarsche sind gute Beispiele dafür, wie sich die Natur verändert. WissenschafterInnen entschlüsselten anhand einer neuen genomischen Methode mehr als 500 ausgewählte Gene dieser Tiere und konnten so die rasante Entstehung neuer Arten erklären. © Maximilian Wagner
Universität Graz, TU Graz und ein internationales ForscherInnen-Team entdecken neue Mechanismen der Artenentstehung. Die japanische Buschmücke oder der asiatische Marienkäfer sind sehr gute Beispiele dafür, wie sich eingewanderte und eingeschleppte Tiere aufgrund der geänderten Klimabedingungen in Mitteleuropa wohlfühlen. Dabei ist es durchaus möglich, dass sich manche Einwanderer mit heimischen Arten kreuzen - wie einst auch geschehen zwischen dem modernen Menschen und dem Neandertaler. Und sich danach, sofern sich die betroffenen Arten noch im Zeitfenster der genetischen Kompatibilität befinden, unter den lokalen Umweltbedingungen weiter ausdifferenzieren. Derart angereicherte Genome bieten der Selektion neue Möglichkeiten, wodurch rasch vorteilhafte Genotypen in einem ,,Mosaikgenom" fixiert werden. So können gemäß der Hybridschwarm-Theorie durch Hybridisierung neuer Populationen Arten entstehen, die spezifische, vorher nichtexistierende Eigenschaften besitzen. Nach welchen grundlegenden Mechanismen das funktioniert, erforscht ein internationales Team von EvolutionsbiologInnen rund um Christian Sturmbauer von der Universität Graz und Axel Meyer von der deutschen Universität Konstanz.
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