Abbauspuren an einem Lavezbruch am Pfitscherjoch. (Bild: Bachnetzer)
Lavez, besser bekannt als Speckstein, ist bereits seit der Jungsteinzeit ein beliebter Naturwerkstoff, um beispielsweise Gefäße oder Schmuck zu fertigen. Thomas Bachnetzer vom Institut für Archäologien untersucht am Pfitscherjoch Plätze, an denen Lavez schon früh abgebaut wurde. Im Hochgebirge Österreichs gab es noch keine Nachweise über den Abbau des begehrten Materials - bis jetzt. Das Pfitscherjoch auf 2246 Meter Seehöhe ist nach dem Brennerund dem Reschenpass der dritt-niedrigste inneralpine Übergang zwischen Nordund Südtirol und war dementsprechend schon immer als Bindeglied beider Landesteile beliebt. ,,Wir wissen dass im ersten Weltkrieg die Italiener dort Baracken und Gräben hatten sowie Schmuggler die Route sehr gerne benützt haben. Wir haben uns gefragt, warum das viel früher nicht auch der Fall gewesen sein soll. Im Jahr 2011 haben wir dann den Auftrag bekommen, den Übergang vom hinteren Zillertal nach Sterzing auf urund frühgeschichtliche Hinweise zu untersuchen", erklärt Thomas Bachnetzer vom Institut für Archäologien den Beginn der Prospektionen am Pfitscherjoch, die im Rahmen des INTERREG-IV-Projektes ,,Pfitscherjoch Grenzenlos - Geschichte und Zukunft eines zentralen Alpenübergangs" durchgeführt wurden.
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