Sonnenschein kann als ,,Motor" für einen Suizid wirken

Lange Phasen von Sonnenschein sind – das ist durch viele wissenschaftliche Studien belegt – positiv für die menschliche Seele und können bei depressiv verstimmten Personen heilsam wirken. Ganz anders verhält es sich zu Beginn einer Schönwetter-Phase. In den ersten sonnigen Tagen kann die dadurch hervorgerufene innere Unruhe und erhöhte Aktivität bei gefährdeten Personen als Motor zum Suizid wirken. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie unter der Leitung von Matthäus Willeit und Nestor Kapusta von der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie und der Universitätsklinik für Psychotherapie und Psychoanalyse der MedUni Wien, die nun, anlässlich des Welt-Suizidpräventionstags am 10. September, im Top-Journal JAMA veröffentlicht wurde. Die WissenschafterInnen konnten in der Erhebung der Suizid-Daten in Österreich zwischen Jänner 1970 und Mai 2010 mittels mathematischer Modelle feststellen, dass die tägliche Sonnenscheindauer mit der Wahrscheinlichkeit eines Suizids zusammenhängt – und zwar wirkt Sonnenschein besonders in den Tagen unmittelbar vor einem Suizidereignis als 'Motor“ für den Suizid. In der Untersuchung wurden Daten zu fast 70. Suiziden und meteorologische Daten aus 86 Messstationen in Österreich aus den Jahren 1970 bis 2010 zueinander in Beziehung gesetzt.
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