Herzpumpen: Exakte Überwachung ermöglicht personalisierte Medizin
Mit Hilfe eines an der Medizinischen Universität Wien gemeinsam mit dem Ludwig-Boltzmann-Cluster für Kardiovaskuläre Forschung entwickelten Algorithmus und eines Aufnahmegeräts ist es künftig möglich, bei Menschen mit implantierten Herzpumpen als Überbrückung bis zu einer Transplantation sowohl die Leistung des Herzens, als auch jene der Pumpe bis ins kleinste Detail zu analysieren. Ziel der neuen Technologie ist es, dass die Daten in der klinischen Praxis jederzeit auf Knopfdruck verwendet werden können, um eine personalisierte Therapie möglich zu machen. Mit Hilfe der damit gewonnenen Einblicke soll einerseits die Therapie des Betroffenen als auch die Pumpe selbst weiter entwickelt werden. 50 Mal in der Sekunde werden die Wechselwirkungen zwischen der Pumpe und des Herzens sowie deren Leistung aufgezeichnet. Die wichtigsten Fragestellungen, so Heinrich Schima vom Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik der MedUni Wien: „Erholt sich das Herz? Wirft es selbst Blut zusätzlich über die Aortenklappe aus? Schlägt es unrhythmisch?“ „Das große Ziel ist die Entwicklung einer intelligenten Pumpe“, so Daniel Zimpfer, Herzchirurg an der Universitätsklinik für Chirurgie der MedUni Wien. „Derzeit läuft jede Pumpe, die zur Herz-Unterstützung eingebaut wird, mit derselben Einstellung. Die Pumpen können sich noch nicht an die körperliche Belastung und die erforderliche Pumpleistung des Einzelnen automatisch anpassen. Wir arbeiten daran, das möglich zu machen.“ MedUni Wien als Top-Zentrum in Sachen Herz-Unterstützung