Proteinkomplex als Kontrollinstanz der DNA-Reparatur entdeckt

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Die Reparatur von Schäden im Erbmaterial (DNA) des menschlichen Körpers erfolgt durch hoch effiziente, noch nicht restlos erforschte Mechanismen. Nun hat ein wissenschaftliches Team unter der Leitung von Christian Seiser vom Zentrum für Anatomie und Zellbiologie der MedUni Wien einen bislang unerkannten Kontrollpunkt dieser Prozesse entdeckt. Daraus lässt sich ein neuer Ansatz für die Entwicklung von Krebstherapien ableiten, die auf Hemmung der Reparatur von geschädigten Krebszellen abzielen. Die Forschungsarbeit wurde aktuell im Fachjournal ,,Nucleic Acids Research" publiziert. GSE1-CoREST ist der Name des neu entdeckten Komplexes, der drei Enzyme enthält, welche die DNA-Reparaturprozesse kontrollieren und die Grundlage für neuartige Krebstherapeutika bilden können. ,,In der Forschung werden diese Proteine bereits mit Krebs in Verbindung gebracht, nicht aber in dem Kontext, den wir jetzt gefunden haben", betont Christian Seiser, der die Studie in enger Zusammenarbeit mit Forscher:innen der Max Perutz Labs Vienna geleitet hat. Identifiziert wurde der neue Komplex als Kontrollinstanz der DNA-Reparaturprozesse mit Hilfe eines präzisen Messverfahrens (Affinitätsreinigungs-Massenspektronomie).
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