Gabriele Berg und Tomislav Cernava vom Institut für Umweltbiotechnologie der TU Graz nützen Mikroorganismen zur natürlichen Entkeimung von Bruteiern.
In Großbrütereien werden Bruteier derzeit mittels toxischer Formaldehydbehandlungen von Keimen befreit. Forschende von TU Graz, acib und Roombiotic haben nun eine natürliche Alternative entwickelt. Mit dem gesundheitsschädigenden Insektizid Fipronil kontaminierte Bruteier sorgten erst im Sommer 2017 europaweit für Aufsehen. Fipronil ist für die Behandlung von Tieren, die für die Lebensmittelerzeugung vorgesehen sind, gänzlich verboten. Die Eier wurden auch nicht direkt mit Fipronil behandelt, sondern die von der Blutlaus befallenen Bruthennen - und diese Übertrugen die toxische Substanz auf ihre Eier. Bruteier kommen aber auch auf legalem, standardisiertem Wege in Kontakt mit toxischen Substanzen: Zur Vorbeugung und Bekämpfung von Keimbefall ist die Behandlung von Bruteiern mit Formaldehyd langjährig gängige Praxis in europäischen Großbrütereien. Die Eier - ausschließlich Bruteier, nicht solche zum direkten Verzehr - werden einer Formaldehydbegasung unterzogen, was auch die Anrainer der Brütereien merken.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.
Ihre Vorteile
- Zugang zu allen Inhalten
- Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
- Anzeigen veröffentlichen