Mit Oktober 2024 hat Ines Weber eine Stiftungsprofessur für Christliche Persönlichkeitsbildung am Fachbereich Philosophie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg angetreten. Weber ist eine ausgewiesene Wissenschaftlerin und Forscherin im Bereich der Kirchengeschichte und christlichen Persönlichkeitsbildung. Ihre beeindruckende Laufbahn führt von ihren Anfängen im westfälischen Rheda-Wiedenbrück über akademische Stationen an renommierten Universitäten bis hin zu ihrer aktuellen Rolle an der Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS). Hier bekleidet sie eine Stiftungsprofessur, die durch ihre einzigartige Ausrichtung im deutschsprachigen Raum hervorsticht und speziell auf die Themen Persönlichkeitsbildung und interdisziplinäre Vernetzung fokussiert ist.
Akademische Laufbahn und Forschungsinteressen
Ines Weber wurde 1970 in Rheda-Wiedenbrück geboren. Sie begann ihren akademischen Weg nach einer Bankausbildung und einem Studium der Katholischen Theologie und Chemie für das Lehramt. Früh entschied sie sich, den klassischen Lehrer:innenpfad zu verlassen, und wandte sich der wissenschaftlichen Forschung zu. Ihre Promotion in Kirchengeschichte schloss sie 2003 an der Universität Tübingen ab, 2014 erfolgte die Habilitation. Seitdem widmet sie sich intensiv ihrer Forschung und Lehre.Ihre akademische Karriere umfasst langjährige Stationen an den Universitäten Tübingen, Regensburg und Augsburg, wo sie verschiedene Lehraufträge und Gastprofessuren Übernahm, bevor sie 2016 als Professorin für Kirchengeschichte und Patrologie an die Katholische Privat-Universität Linz berufen wurde. Seit 2014 baute sie über ein Drittmittelprojekt zur Persönlichkeitsbildung internationale Kooperationen auf und etablierte sich als Expertin im interdisziplinären Austausch, der theologische und gesellschaftswissenschaftliche Ansätze verbindet.
Christliche Persönlichkeitsbildung und die Stiftungsprofessur
Mit der Übernahme der Stiftungsprofessur an der PLUS verfolgt Weber das Ziel, die christliche Persönlichkeitsbildung als akademisches Forschungsund Lehrangebot zu institutionalisieren und an Studierende aller Fachrichtungen zu vermitteln. Ihre Vision ist es, eine Bildung zu fördern, die auf ethischen Werten und einem ganzheitlichen Menschenbild beruht. Sie strebt dabei eine starke interund transdisziplinäre Vernetzung an, die neben der theologischen Verankerung auch Aspekte der Pädagogik, Soziologie und Philosophie integriert. Diese innovative Professur repräsentiert eine Antwort auf den Bedarf unserer Gesellschaft an Persönlichkeiten, die in der Lage sind, humanistische und friedliche Strukturen zu fördern.Gesellschaftliche Relevanz und Drittmittelakquise
Wie dringend und aktuell das Thema Persönlichkeitsbildung ist, zeigt eine umfassende repräsentative Befragung, die Ines Weber in Zusammenarbeit mit dem Allensbach-Institut in Deutschland durchgeführt hat. Im Fokus der Umfrage stand die Erhebung des Bedarfs an Persönlichkeitsbildung in den Bereichen Schulbildung, Hochschulbildung und Lehrlingsausbildung. Die Ergebnisse belegen ein hohes Interesse und eine klare Nachfrage nach Persönlichkeitsbildung, die auch auf gesellschaftlicher Ebene einen bedeutenden Beitrag leisten kann.Weber bringt zudem erhebliche Drittmittel an die Universität Salzburg und konnte kürzlich neue Geldgeber für ihr Projekt zur Persönlichkeitsbildung gewinnen. Mit einer Zusage von 450.000 Euro über die kommenden drei Jahre wird dieses Projekt explizit über den theologischen Bereich hinaus in Kooperation mit anderen Disziplinen der Universität Salzburg verankert. Diese interdisziplinäre Ausrichtung des Projekts verdeutlicht die gesellschaftliche Bedeutung von Persönlichkeitsbildung.



