Zwischenmenschliche Beziehungen in all ihren Licht- und Schattenseiten werden auch in der Bibel thematisiert. Irmtraud Fischer hat in einem neuen Buch entsprechende Textstellen interpretiert. Foto: Pexels
Zwischenmenschliche Beziehungen in all ihren Licht- und Schattenseiten werden auch in der Bibel thematisiert. Irmtraud Fischer hat in einem neuen Buch entsprechende Textstellen interpretiert. Foto: Pexels - Theologin der Uni Graz veröffentlicht Buch über Sex, Erotik und Ehefrust in der Bibel Die erschreckende Zahl an Frauenmorden oder noch immer nicht restlos aufgearbeitete Missbrauchsfälle in der Kirche: ,,Darin zeigen sich kontinuierlich die Folgen der Tabuisierung von Sexualität in der Gesellschaft", stellt Bibelwissenschafterin Irmtraud Fischer fest. Die Dominanz der Männer, die verweigerte Gleichstellung von Homosexuellen oder restriktive Moralvorstellungen werden oft mit Hinweisen auf die Heilige Schrift - insbesondere das Alte Testament - gerechtfertigt. Die Theologin der Universität Graz räumt in einer kürzlich erschienenen Publikation mit so manchen Mythen auf. Ihr Buch ,,Liebe, Laster, Lust und Leidenschaft" legt Texte über erfüllte Sexualität, gleichberechtigte Frauen, aber auch Untreue, Ehefrust und Gewalt aus. ,,Es ist mir wichtig, die Bedeutungsdimensionen biblischer Texte für Gesellschaften mit Geschlechterdemokratie sichtbar zu machen und denen, die sich gegen Unterdrückung wehren, Argumente zu liefern", betont Fischer.
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