Österreichs großes Kräftemessen
Das Bundesamt für Eichund Vermessungswesen und die TU Wien entwickelten eine Kraftanlage, mit der man große Kräfte mit hoher Präzision einbringen kann. Wernher Hoffmann (BEV), Franz Josef Maringer (BEV), Detlef Gerhard (TU Wien), Christian Buchner (BEV), Johannes Fröhlich (Vizerektor TU Wien), Friedrich Bleicher (TU Wien), Robert Edelmaier (BEV), Ulrike Fuchs (BEV) Wenn zwei verschiedene Messgeräte unterschiedliche Ergebnisse liefern, welches hat dann recht? Wie auch in anderen Staaten gibt es in Österreich eine zentrale Stelle, die für die Metrologie, die Wissenschaft vom Messen und ihren Anwendungen zuständig ist - das Bundesamt für Eichund Vermessungswesen (BEV). Für Industriebetriebe und Forschungsinstitutionen, bei denen es auf höchste Präzision ankommt, ist so eine zentrale Stelle unverzichtbar. Das Institut für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik (IFT) der TU Wien hat gemeinsam mit dem BEV nun eine neue Primärkraftanlage geplant, errichtet und erfolgreich getestet. Sie kann exakt bestimmbare Kräfte darstellen, mit denen man dann Kraftmessgeräte kalibrieren kann. Die Kraftanlage kann somit einen festen ,,absoluten" Ausgangspunkt für andere Kraftmessungen liefern - das ist unverzichtbar, weil die Kraft eine Messgröße ist, die in der Praxis nur relativ gemessen werden kann. Man schließt bei der Messung immer von einer bekannten auf eine unbekannte Kraft.


