Andrea Navarro-Quezada
Andrea Navarro-Quezada Dr. Andrea Navarro-Quezada spricht im Interview über Frauenrechte - und was für echte Gleichstellung notwendig ist. Dr. Andrea Navarro-Quezada ist in der Abteilung Forschungsservice und Wissenstransfer der JKU tätig. Elise Richter konnte 1905 als erste Frau habilitieren und wurde 1921 erste außerordentliche Professorin Österreichs. Jahre später hat sich viel getan - dürfen wir zufrieden sein? Oder machen die universitären Strukturen es nach wie vor schwer, Chancengleichheit von Männern und Frauen zu erreichen? - Dr.in Andrea Navarro-Quezada: Nein, dürfen wir nicht. Frauen machen 50 % der Weltbevölkerung aus, aber nur 30 % der Wissenschaftler*innen. Der Anteil der Professorinnen liegt in Österreich mit 20 % immer noch unter dem EU Durchschnitt (23 %). Da ist eindeutig noch Luft nach oben! Es sind nicht nur die universitären Strukturen, die Frauen eine wissenschaftliche Karriere schwer machen, sondern die die Grundeinstellung, dass Frauen sich um ihre Familie kümmern sollten statt eine Karriere anzustreben. Das spiegelt sich mitunter auch bei Berufungsverfahren wider. Es gibt Maßnahmen; z.B. werden in Stellenausschreibungen Frauen "besonders ermutigt, sich zu bewerben" oder Initiativen wie den "Girls Day", der Mädchen für eine technische oder naturwissenschaftliche Ausbildung begeistern soll. Sind solche Initiativen zielführend und was bräuchte es, um Unterschiede zwischen Männern und Frauen im akademischen Alltag zu verringern?
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