Mit dem Quanten-Tornado dem Magnetismus auf der Spur

Thomas Schachinger, Körnerpreisträger
Thomas Schachinger, Körnerpreisträger
Thomas Schachinger forscht an neuen Elektronenmikroskopie-Methoden und wird dafür gleich zweimal ausgezeichnet: Mit einer ÖAW-Förderung und dem Körner-Preis. Das Feld eines großen Permanentmagneten aus Eisen lässt sich leicht erkennen - dafür muss man nur eine Büroklammer sanft zwischen zwei Fingern halten. Doch wie untersucht man die magnetischen Eigenschaften von Materialien auf einer Skala von Nanometern? - Eine Methode der TU Wien eröffnet ganz neue Möglichkeiten in diesem Bereich. Thomas Schachinger von der Service-Einrichtung für Transmissions-Elektronenmikroskopie (USTEM) wurde für diese Arbeit nun doppelt ausgezeichnet: Sein Projekt wird in den nächsten zwei Jahren von einem hochdotierten Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gefördert, außerdem erhält Schachinger den Theodor-Körner-Preis. Der Elektronenstrahl als Wirbelsturm - Bereits vor einigen Jahren entwickelte Prof. Peter Schattschneider gemeinsam mit seinem Kollegen Johan Verbeeck aus Antwerpen eine aufsehenerregende neue Idee: Elektronenstrahlen können so durch speziell geformte Blenden geschickt werden, dass sie in Drehung um die eigene Achse versetzt werden - ähnlich wie ein Tornado. Auf diese Weise kann man in einem Elektronenmikroskop mit Hilfe des Elektronenstrahls einen Drehimpuls auf einen ganz bestimmten Punkt einer Probe übertragen. 'Wichtig ist das vor allem für die Untersuchung magnetischer Materialien - denn Magnetismus ist eng verbunden mit dem Drehimpuls des Materials auf atomarer Skala', erklärt Thomas Schachinger.
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