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Fotonachweis: PublicDomainPictures from Pixabay Längere Schulschließungen wirken sich besonders in den kritischen frühen Phasen des Leseerwerbs negativ auf die Leistung von Kindern aus. Das Ausmaß dieses Effekts untersuchte nun eine Studie des Salzburger Psychologen und Leseforschers Fabio Richlan. Gleichzeitig konnte er zeigen, dass sich die Lesedefizite mit Computerprogrammen zur häuslichen Leseförderung kompensieren lassen. Drei Monate lang keine Schule bedeutet für Kinder beim Lesen lernen einen Leistungsrückschritt von einem Monat. Das zeigen Untersuchungen aus Vor-Corona-Zeiten in den USA, wo die Sommerferien drei Monate lang dauern. Fabio Richlan vom universitären Schwerpunkt Center for Cognitive Neuroscience und Fachbereich Psychologie der PLUS hat nun untersucht, welche Auswirkungen die Corona-bedingten Schulschließungen bzw. der reduzierte Präsenzunterricht auf den Leseerwerb von Schüler*innen der ersten und zweiten Volkschulklasse, also in der kritischen Lernphase, haben. Es gibt starke Hinweise, dass vor allem diejenigen Kinder, die sich beim Lesen lernen ohnehin schon schwertun, durch längere Absenzen vom Unterricht leistungsmäßig zurückgeworfen werden und die Defizite kaum mehr aufholen können. ,,Auch wenn es individuell große Unterschiede gibt, ist das ein alarmierendes Ergebnis", sagt Richlan. ,,Wir wollten in unserer Studie herausfinden, ob die negativen Auswirkungen durch ein kontinuierliches evidenzbasiertes häusliches Computer-Lesetrainingsprogramm minimiert werden können." Verbessern Computerprogramme die Leseleistung?
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