Eine Nanoantenne in einem Krater mit etwas mehr als einem Nanometer Durchmesser Letzte Feinjustage für die Bearbeitung einer Oberfläche mit sub-10fs Laserstrahlung. Chandra Nathala, Ali Ajami, Wolfgang Husinsky (v.l.n.r) Beschuss mit Laserpulsen lässt erst Krater (oben), dann Nanoantennen (unten) wachsen.
Nur zwei kurze Laserblitze benötigt man an der TU Wien um an einer Aluminium-Oberfläche Nano-Strukturen zu erzeugen, die den photoelektrischen Effekt des Materials drastisch verstärken. Wenn man fest mit einem zentimetergroßen Hammer auf eine Metallplatte schlägt, kann man nicht erwarten, dass man dadurch millimeterfeine Kunstgravuren hinterlässt. Ein vergleichbares Kunststück gelingt allerdings an der TU Wien mit Hilfe von Laserpulsen: Beschießt man Metalloberflächen auf die richtige Weise mit Laserlicht, entstehen feine Antennenstrukturen, die um Größenordnungen kleiner sind als der Durchmesser des Laserpulses. Diese Nano-Antennen eigenen sich hervorragend zum Aussenden von Elektronen. Spitze Strukturen fördern den photoelektrischen Effekt - Wenn Licht auf eine Metalloberfläche auftrifft, können Elektronen herausgelöst werden. Dieser ,,photoelektrische Effekt" ist schon lange bekannt. Doch nicht überall fällt es den Elektronen gleichermaßen leicht, die Oberfläche zu verlassen: Weist sie feine, spitze Strukturen auf, lösen sich deutlich mehr Elektronen heraus als das bei einer völlig glatten Oberfläche möglich wäre.
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