
Er ist einer der drei Preisträger*innen in dieser Kategorie des erstmals vergebenen JKU Kepler Awards für Wissenschaftsvermittlung.
Was motiviert Sie an Ihrer Vermittlungsarbeit im Bereich Soziologie?
Zum einen halte ich es für wichtig, dass Jugendliche selbstwirksam mit Informationen in ihrem Alltag umgehen können, der eben auch von Sozialen Medien geprägt ist. Die Soziologie kann hier etwas mit ihrem Verständnis der Wechselwirkung von Technik (KI, Deep Fakes...) und Gesellschaft (Lebensalltag von Jugendlichen und Menschen im Allgemeinen, Sozialisation) beitragen. Zum anderen möchte ich Jugendlichen auch den Kontakt zu Wissenschaftsdisziplinen ermöglichen, die nicht naturwissenschaftlich sind.
Warum ist diese Arbeit so wichtig?
Das ist vor allem aus zwei Gründen wichtig: Um die Forscher*innen von morgen für Wissenschaft zu begeistern und um Vertrauen in Wissenschaft zu stärken - vor allem in Zeiten zunehmender Wissenschaftsfeindlichkeit.
Wie reagieren die jungen Menschen, die teilnehmen?
In meiner Erfahrung beteiligen sich Jugendliche selbst und aktiv, wenn man mit ihnen zuvor erarbeitet hat, dass Wissenschaft auch eine alltägliche Arbeit ist und wie der Prozess aussieht, um so etwas wie wissenschaftliche Fakten überhaupt zu erzeugen.
Wie werden Sie von der JKU unterstützt?
Eine große Unterstützung ist, dass ich durch das eigens für den Kontakt und die Kommunikation mit Schulen zuständige Team eine viel größere Reichweite meiner Workshopangebote nutzen kann und dadurch mehr Jugendliche erreiche.
Was wünschen Sie sich im Hinblick auf Wissenschaft von der Zukunft?
Ich hoffe, dass Wissenschaft zukünftig wieder stärker im Alltag von Menschen relevant und sichtbar wird. Das würde nicht nur die wichtige tägliche Arbeit von Wissenschaftler*innen sichtbarer machen, sondern auch Menschen eine stärkere und von Wissenschaft informierte Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen.

