Geist und Materie
Was geschieht im Inneren eines Betons, wenn er mit Säure in Kontakt kommt? Wie saugfähig ist ein Papiertaschentuch? Wie stark ändert sich das Volumen von Batterien unter bestimmten Spannungsund Strombedingungen? Ist die innere Struktur von Tabletten derart beschaffen, dass sie sich zum richtigen Zeitpunkt auflösen und den Wirkstoff optimal freisetzen? Antworten auf diese und andere materialstrukturelle Fragen liefern zwei neue hochinnovative Micro-CT-Geräte im Tiefgeschoss des Physikgebäudes der TU Graz am Campus Neue Technik. Mit den Geräten können Strukturveränderungen im Inneren von Materialien unter realen Betriebsbedingungen zerstörungsfrei beobachtet und gemessen werden. Heute wurden sie vom interuniversitären Graz-µCT consortium der öffentlichkeit präsentiert. Die Geräte wurden heute im Beisein der Rektoren von Med Uni Graz, TU Graz und Uni Graz der öffentlichkeit präsentiert. Die drei Grazer Universitäten haben die Micro-CTs im Rahmen des Graz-µCT consortium angekauft, mit finanzieller Unterstützung durch eine F&E-Infrastrukturförderung der Österreichischen Forschungsgesellschaft FFG. Ziel des Kaufs war es, die Grundlagenforschung an den Unis in den Bereichen Medizin, Pharmaforschung, Geologie, Metallurgie sowie in der Papierund Zellstofftechnik mit in-situ-Experimenten zu bereichern. Die neuen Geräte sind die ersten in Österreich, die in-situ-Messungen ermöglichen.



