Nur rund 20 Absolvent*innen erhalten im Durchschnitt jedes Jahr die höchste Auszeichnung: die Promotio-sub-auspiciis.

Nun durften sich gleich drei Absolventen der Johannes Kepler Universität Linz über diese Ehrung durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen freuen: das Staatsoberhaupt überreichte die Ehrenringe.
Eine Sub-auspiciis-Promotion ist die höchste Auszeichnung einer Studienleistung in Österreich. Die Voraussetzung: Von der Oberstufe bis zum Ende des Studiums dürfen nur -Sehr gut-Bewertungen vorliegen. Mit Stefan Baumgartner, Thomas Franz Speckhofer und René Wiesinger haben das drei JKU Studierende - und nunmehrigen Absolventen -geschafft.
-Es ist eine außergewöhnliche Leistung, die nicht nur Talent, sondern auch Freude am Lernen, Zielstrebigkeit und beeindruckende Leistungsbereitschaft erfordert-, freut sich Stefan Koch , Rektor der Johannes Kepler Universität Linz. -Ich gratuliere den drei Ausgezeichneten ganz herzlich. Sie haben nicht nur fachliche, sondern auch persönliche Qualitäten bewiesen. Als Universität sind wir stolz, diese Absolventen auf Ihrem Weg begleitet zu haben. Ich hoffe, sie werden ihrer Alma Mater auch künftig verbunden bleiben.-
Die Éberreichung der Ehrenringe übernahm Bundespräsident Alexander Van der Bellen , der die Bedeutung der Auszeichnung betonte: -Österreich ist ein Land, das akademische Spitzenleistungen wie Ihre anerkennt und in geeigneter Form würdigt. Unabhängig von der Disziplin. Wissenschaft braucht Vielfalt. Je mehr Blickwinkel auf diese Welt wir zulassen, desto besser verstehen wir sie.-
Die ausgezeichneten AbsolventenErfreut zeigt sich der Elektroniker und Informatiker DI Stefan Baumgartner. -Die Auszeichnung ist eine große Ehre. Sie wurde mir neben langer, harter Arbeit, Ehrgeiz und etwas Glück auch aufgrund der ständigen Unterstützung vieler Menschen, vor allem meiner Familie, ermöglicht. Dafür möchte ich mich ganz besonders bedanken.-, so der 29-jährige gebürtige Kirchschläger. In seiner Arbeit -Machine Learning Concepts for Physical Layer Receiver Processing in Wireless Communication Systemsstellt er neuartige Konzepte vor, um verschiedene Verarbeitungsmethoden, die in Empfängern von drahtlosen Kommunikationssystemen durchgeführt werden, mithilfe von maschinellem Lernen zu verbessern.
Stolz zeigt sich auch DI Thomas Speckhofer , BSc, der sich unter dem Titel -Factorization of Operators on Banach Spacesdamit beschäftigt hat, Operatoren, also Transformationen wie Rotationen und Spiegelungen, zu untersuchen. -Insbesondere habe ich mir angesehen, wann es möglich ist, durch die Hintereinander-Ausführung solcher Transformationen jeden Punkt des Raumes wieder auf sich selbst abzubilden-, erklärt der Mathematiker aus Attnang-Puchheim. Er dankt seinen Betreuer*innen und seiner Familie: -Ich bin allen dankbar, die mich auf meinem Weg unterstützt haben!-
Aus Oberösterreich stammt René Wiesinger. Der 29-jährige Ökonom zeigt in seiner Dissertation -Essays in Applied Health and Labor Economics-anhand von vier Arbeiten die Auswirkungen von Lohntransparenz auf den Gender Pay Gap, die Auswirkungen von Gesundheitsschocks auf das Arbeitsangebot und Gesundheitsverhalten von Arbeitskolleg*innen, den Effekt des Todes eines Elternteils auf die Fertilität von Töchtern sowie die Ergebnisse unterschiedlicher Behandlungsmethoden bei Patient*innen mit Vorhofflimmern. -Die Promotio sub auspiciis ist eine große Anerkennung für die jahrelange Arbeit-, so Wiesinger.
Mehr Infos zur Promotio sub auspiciis
Die Promotion sub auspiciis stellt ein Österreichisches Spezifikum im europäischen Hochschulraum dar. Sie ist eine der wesentlichsten Auszeichnungen der wissenschaftlichen Elite in Österreich.
Die Verleihung des Doktorats unter den Auspizien des Bundespräsidenten gibt es für Absolvent*innen Österreichischer Universitäten nur dann, wenn alle Oberstufenklassen einer höheren Schule mit Vorzug, die Matura mit Auszeichnung sowie alle Teilprüfungen der Diplombzw. Bachelorund Masterprüfungen und das Rigorosum an der Universität mit -Sehr gutabsolviert worden sind.
Die wissenschaftlichen schriftlichen Arbeiten (Diplombzw. Masterarbeit und Dissertation) müssen als -Ausgezeichnetbeurteilt und ein -auszeichnungswürdiges Verhalten an der Hochschule als auch außerhalb derselbenbescheinigt werden.
Symbolisch für diese höchstmögliche Ehrung für Universitätsabsolvent*innen steht der Ehrenring mit Bundeswappen und der Aufschrift -Sub-auspiciis-Praesidentis-.
Sub-auspiciis-Promovierte erhalten vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung ein einmaliges Exzellenzstipendium in Höhe von 9.000 Euro, mit dem sie binnen zwei Jahren wissenschaftliche Auslandsaufenthalte, Kongressteilnahmen und Projekte aus ihrem Wissenschaftsbereich finanzieren können.



