Abb. 1: Weißstirn-Kapuzineraffen (Cebus unicolor) in der Nähe von Manaus, Brasilien. C: Rebecca Still
Abb. Weißstirn-Kapuzineraffen (Cebus unicolor) in der Nähe von Manaus, Brasilien. C: Rebecca Still - Primaten-Genome mittels KI auf klinische Relevanz von individuellen Genvarianten analysiert Neue Genomdaten einer großen Zahl verschiedener Affenarten, die von einem internationalen Forschungsteam generiert wurden, bringen neue Erkenntnisse über die genetischen Ursachen menschlicher Krankheiten. Mit Entwicklung eines auf Deep-Learning basierenden Algorithmus könnten sie in Zukunft als eine Grundlage für personalisierte medizinische Behandlungskonzepte beim Menschen dienen. Martin Kuhlwilm, Wissenschafter am Department für Evolutionäre Anthropologie der Universität Wien, hat an dieser und weiteren Studien zum Genom verschiedener Primaten mitgewirkt, deren gesammelten Ergebnisse aktuell in der neuesten Ausgabe des renommierten Fachjournals Science publiziert wurden. Die erzielten Resultate sind vielversprechend und ermöglichen weitere Einblicke in die Evolution der Primaten, in manche (vermeintliche) Alleinstellungsmerkmale des Menschen sowie in genetische Ursachen menschlicher Erkrankungen. Bereits jetzt in aller Munde, aber noch sehr ausbaufähig: die personalisierte, auf der Genetik des Individuums basierende Medizin, die zukünftig noch mehr sinnvolle Lösungen und Therapiekonzepte für den Menschen bieten soll.
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