Einzelzell-Sequenzierung von Granulomen eröffnet neue Therapieansätze für Sarkoidose
Medizin & Wissenschaft Sarkoidose nennt sich eine entzündliche Systemerkrankung, die durch eine Überschießende Immunreaktion und Ansammlungen von Immunzellen im Gewebe - sogenannte Granulome - gekennzeichnet ist. Erstmals gelang es nun Wissenschafter:innen am CeMM, der Medizinischen Universität Wien und dem Ludwig Boltzmann Institute for Rare and Undiagnosed Diseases, Granulome in der Haut detailgenau zu charakterisieren. Die Ergebnisse bringen zahlreiche Erkenntnisse über Zusammensetzung, Aufbau und Signalwege des Granuloms, die Hinweise für neue Therapieansätze liefern. Die Studie wurde im Fachjournal Immunity veröffentlicht. Granulomatöse Erkrankungen wie die Sarkoidose stellen Ärzt:innen und Forscher:innen vor große Herausforderungen. Dabei handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung mit einer Überschießenden Immunreaktion, deren Auslöser unbekannt ist. Es bilden sich sogenannte Granulome, knötchenförmige Zellansammlungen, die am häufigsten in der Lunge auftreten, direkt gefolgt von der Haut.
