Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Menschen mit Schizophrenie

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Medizin & Wissenschaft Eine Forschungsgruppe rund um Matthäus Fellinger von der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der MedUni Wien untersuchte, wie sich die Corona-Pandemie auf das Leben und die Behandlung von Menschen mit Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis auswirkt. Die Studie wurde im renommierten International Journal of Social Psychiatry veröffentlicht. Im Rahmen der Studie wurden Schizophrenie-Betroffene in ambulanten, tagesklinischen sowie stationären Betreuungssettings mittels speziell entwickelter qualitativer Tiefeninterviews zu ihren persönlichen Erfahrungen in der Pandemie befragt. Dabei stellten die Forscher:innen fest, dass die Pandemie und damit einhergehende Präventionsmaßnahmen zu einer für die psychische Gesundheit der Studienteilnehmer signifikanten Einschränkung der Alltagsaktivitäten und zwischenmenschlichen Interaktionen führte. Außerdem wurde die Pandemie-Situation in einer Atmosphäre des Fremdseins und der Bedrohung erlebt. Hinzu kam, dass relevante bio-psycho-soziale Unterstützungssysteme ihre Dienste entweder vorübergehend einstellten oder Alternativen (z.B. Tele-Betreuung) anboten, die als wenig hilfreich empfunden wurden. Der Wegfall von Interaktion, Tagesstruktur und Betreuung war für Proband:innen vor allem dann kritisch, wenn sie für die Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit wesentlich waren.
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