Transport-Proteine beeinflussen die Lungenaufnahme inhalativ verabreichter Arzneistoffe

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Eine Studie der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie der MedUni Wien hat zwei Transport-Proteine identifiziert, die die Durchlässigkeit der Lungenepithel-Barriere für bestimmte Arzneistoffe beeinflussen können. Werden diese gehemmt, erhöht das die Menge von inhalativ verabreichten Wirkstoffen, die ihr Ziel erreichen, und damit deren Wirksamkeit. Damit ein inhalativ verabreichter Arzneistoff seinen therapeutischen Zielort im Lungengewebe erreichen kann, muss er zuerst die Epithelzellen Überwinden, die die Atemwege auskleiden. Es wird angenommen, dass die Durchlässigkeit dieser Barriere für Arzneistoff-Moleküle besser als die anderer biologischer Barrieren ist, wie z.B. der Blut-Hirn Schranke. Es ist bekannt, dass Lungen Epithelzellen Transport-Proteine exprimieren, wie P-glycoprotein (P-gp) und Breast Cancer Resistance Protein (BCRP), die theoretisch die Durchlässigkeit der Lungenepithel-Barriere für bestimmte Arzneistoffe verringern könnten. Aufgrund mangelnder experimenteller Möglichkeiten ist der Effekt von Transport-Proteinen auf die Lungenaufnahme von inhalierten Arzneistoffen weitgehend unbekannt. In einer von Severin Mairinger von der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie der MedUni Wien im renommierten Journal Journal of Controlled Release publizierten Arbeit konnte anhand von PET Imaging im Tiermodell erstmals gezeigt werden, dass P-gp und BCRP einen ähnlichen Effekt an der Lungenepithel-Barriere wie an der Blut-Hirn Schranke ausüben: bei gleichzeitigem Fehlen von P-gp und BCRP-Aktivität war die Lungenund die Gehirnaufnahme eines Modell P-gp/BCRP Substrats substantiell erhöht.
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