Im regelmässigen Diamantgitter gibt es spezielle Defekte, welche aus einem Stickstoff Atom (weiss) und einem fehlenden Kohlenstoff Atom bestehen. Die Elektronenwolken sind hellblau dargestellt.
Unter bestimmten Bedingungen kann ein Atom andere Atome dazu bringen, einen kräftigen Lichtblitz auszusenden. An der TU Wien wurde dieser Quanten-Effekt nun nachgewiesen. Theoretisch vorhergesagt wurde das Phänomen schon vor Jahrzehnten - doch im Experiment ist es nur sehr schwer nachzuweisen: Man spricht von ,,Superradianz", wenn ein Atom Energie in Form von Licht abgibt, und dabei eine große Zahl anderer Atome in unmittelbarer Nachbarschaft dazu bringt, ebenfalls zur selben Zeit Energie abzustrahlen. So entsteht ein kurzer, intensiver Lichtblitz. Was bisher nur bei freien Atomen (und unter Ausnützung spezieller Symmetrien) möglich war, gelang an der TU Wien nun in einem Festkörpersystem. Verwendet wurden Stickstoffatome, eingebaut in winzige Diamanten, die mit Mikrowellenstrahlung gekoppelt werden können. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse nun im Fachjournal ,,Nature Physics".
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