Durch die Aufzeichnung von Augenbewegungen konnten Silani und ihre KollegInnen bestätigen, dass die "Sexualisierte-Körper-Inversions-Hypothese" durchaus wahrscheinlich ist (Copyright: By Anatolich1 [ CC BY-SA 3.0 ], from Wikimedia Commons ).
Bisherige Studien ließen vermuten, dass sexuell objektifizierte Frauen und Männer visuell auf die gleiche Art und Weise verarbeitet werden wie Objekte. Ein internationales Forschungsteam um Giorgia Silani und Helmut Leder von der Universität Wien untersuchte nun, unter welchen Bedingungen dieses Phänomen auftritt und bestätigen damit diese Annahme. Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift "PlosOne" veröffentlicht. Die kontroversiell diskutierte "Sexualisierte-Körper-Inversions-Hypothese" behauptet, dass sexuell objektifizierte Frauen und Männer visuell ähnlich verarbeitet werden wie unbelebte Objekte. Dies deutet auf einen zugrundeliegenden kognitiven Mechanismus bei der Objektivierung von Menschen hin. Aufgrund eines Mangels an vereinbaren Studienergebnissen wurde diese Behauptung bislang oft in Frage gestellt. Ein Team unter der Leitung von Giorgia Silani in Zusammenarbeit mit Helmut Leder an der Fakultät für Psychologie der Universität Wien hat, gemeinsam mit WissenschafterInnen an der Universität Triest und der SISSA, in einer Serie von Experimenten untersucht, unter welchen Bedingungen das Auftreten dieses Phänomens durch visuelle Darstellungen beobachtet werden kann.
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