Erster eindeutiger Nachweis für Zusammenhang von Rauchen und Prostatakrebs
Rauchen ist bekannt als Risikofaktor für die Entstehung zahlreicher Tumore. Was den Zusammenhang von Rauchen und Prostatakarzinom betrifft, zeigten bisherige Studien jedoch widersprüchliche Resultate. Eine internationale Studie unter der Leitung von MedUni Wien und Universitätsspital Basel belegt nun erstmals einen deutlichen Zusammenhang. Soeben erschienen in 'European Urology', dem weltweit führenden Fach-Journal im Bereich Urologie und Nephrologie, zeigt die Studie, dass Raucher und Exraucher nach einer Entfernung der Prostata wegen eines Prostatakarzinoms gegenüber Nichtrauchern ein deutlich höheres, nämlich doppelt so hohes Risiko haben, erneut an Prostatakrebs (biochemisches Rezidiv; BCR) zu erkranken. 'Die Ergebnisse unserer Studie unterstreichen, dass es wichtig ist, an einem Prostatakarzinom Erkrankte hinsichtlich der negativen Einflüsse des Rauchens zu informieren', so Shahrokh F. Shariat, Leiter der Universitätsklinik für Urologie der MedUni Wien, der die wegweisende Studie gemeinsam mit Malte Rieken, Universitätsklinik für Urologie des Universitätsspitals Basel, erstellte. Rauchstopp sinnvoll bei Prostatakarzinom - Spätestens nach zehn Jahren ab Rauchstopp scheinen gemäß den Studienergebnissen die negativen Einflüsse des Rauchens auf das Risiko eines biochemischen Rezidivs allerdings ausgeglichen zu sein. Shariat empfiehlt deshalb: 'Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören.

