Universitätsprofessorin Lore Koller-Breitenbach und ihren Kooperationspartnern gelang es, neue, unerwartete Funktionen der Ribosomen aufzuklären.
Zellbiologen der Universität Salzburg und Mediziner an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg haben ein neues Verfahren zur gezielten Steuerung der zellulären Eiweißerzeugung, der sogenannten personalisierten Proteinsynthese, entwickelt. Mögliche Anwendungsbereiche ergeben sich in der Biotechnologie und der Medizin. Universitätsprofessorin Lore Koller-Breitenbach und ihren Kooperationspartnern gelang es, neue, unerwartete Funktionen der Ribosomen aufzuklären. In allen Zellen werden Proteine von kleinen, molekularen Maschinen, den Ribosomen, hergestellt. Ein Ribosom besteht aus einer kleinen und einer großen Untereinheit, und beide Untereinheiten bestehen aus zwei Arten von Bausteinen, erstens, den ribosomalen Nukleinsäuren (rRNA) und zweitens, den etwa 80 ribosomalen Proteinen. Wenn ein Protein hergestellt werden soll, wird durch einen genau regulierten Startprozess sichergestellt, dass die kleine Untereinheit zuerst die genetische Botschaft für das Protein, die mRNA, aufnimmt und dann mit der großen Untereinheit fusioniert. Dann übernimmt die kleine Untereinheit das Umschreiben der mRNA in Aminosäuren.
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