Wie aus Knochen chirurgische Schrauben werden

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Der große Vorteil der Schraube aus Spenderknochen: Das Spendermaterial heilt vol
Der große Vorteil der Schraube aus Spenderknochen: Das Spendermaterial heilt vollständig in den Knochen ein - keine OP zur Metallentfernung, die Infektionsgefahr reduziert sich auf ein Minimum. © surgebright
Biomechaniker der TU Graz entwickelten in einem FFG-geförderten Projekt zusammen mit dem Linzer Startup surgebright chirurgische Schrauben aus menschlichen Spenderknochen für die Fuß- und Kieferchirurgie. Wenn Knochen mit medizinischer Unterstützung wieder zusammenheilen müssen, war das chirurgische Mittel der Wahl seit Jahrzehnten Metallschrauben, meist aus Titan oder Edelstahl. Während und nach dem Heilungsprozess werden diese Metallschrauben als störende Fremdkörper wahrgenommen und müssen oft in einem weiteren unangenehmen operativen Eingriff entfernt werden. Der Orthopäde Klaus Pastl entwickelte gemeinsam mit dem Institut für Biomechanik der TU Graz 2013 eine Alternative in der Orthopädie und Unfallchirurgie: die Schraube ,,Shark Screw", hergestellt aus dem besonders kompakten und harten Mittelteil des menschlichen Oberschenkelknochens (Femur). Die Vorteile der Schraube aus Spenderknochen: Die Metallentfernung entfällt und damit eine zweite ebenso unangenehme wie risikohafte (und teure) OP, da das Spendermaterial vollständig in den Knochen einheilt. So gut, dass das Transplantat nach etwa einem Jahr nicht mehr im Röntgen sichtbar ist. Zudem erkennt der Körper die Knochenschrauben als körpereigen, die Infektionsgefahr und Komplikationen werden auf ein Minimum reduziert.
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