"Das vermisste Antlitz"

© Dirk Skiba

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"Poetikdozentur Literatur und Religion" mit Uwe Kolbe

Uwe Kolbe gilt als eine der wichtigsten lyrischen Stimmen der Gegenwart. Der aus der ehemaligen DDR stammende Schriftsteller hat zahlreiche Gedichtbände und Romane veröffentlicht. Seine Texte zeugen von einer "Daseinslust mit allen Sinnen" und einem ungeschönten Realismus. Am Dienstag, 9. April, spricht er im Rahmen der Wiener Poetikdozentur zum Thema: "Das vermisste Antlitz. Fragen an das zeitgenössische Gedicht".

Der Dichter Uwe Kolbe hat die ersten 30 Jahre seines Lebens im so genannten "Dreibuchstabenland", im Ostteil Berlins verbracht. Seit den 1980er-Jahren veröffentlicht er Lyrik und Essays - Texte, in denen er sich immer wieder mit seiner Geschichte und Herkunft auseinandersetzt. Kolbe beherrscht die ganze Breite des poetischen Repertoires, wie er zuletzt in seinem Band "Psalmen", einer experimentellen Zwiesprache mit Gott, bewies. Als einer, der "vom Himmel zumindest etwas ahnt", will Kolbe zeigen, "wie es auf Erden wirklich zugeht" (Lothar Trolle).

Kolbe wurde in jüngerer Zeit unter anderem mit dem Klopstock-Preis (2016) und dem Heinrich-Mann-Preis (2012) ausgezeichnet. Zuletzt erschienen seine Gedichtbände "Die sichtbaren Dinge" (2019) und "Psalmen" (2017), ein Essayband über Bert Brecht und der Roman "Die Lüge" (2014).

Die Wiener Poetikdozentur, die vom Institut für Systematische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät initiiert wird, bringt jedes Semester SchriftstellerInnen an die Universität Wien. Ziel ist eine Begegnung und ein Gespräch zwischen Literatur und Religion - zweier Sphären, die manches trennt, aber auch einiges verbindet.

Vorschau: Am 21. Mai 2019 hält Hanns-Josef Ortheil den Vortrag: "Refugium - Ideen zu einer Biografie des Glaubens"


POETIKDOZENTUR Literatur und Religion: Uwe Kolbe Das vermisste Antlitz. Fragen an das zeitgenössische Gedicht
Zeit:
Dienstag, 9. April 2019, 18.30 Uhr
Ort: Hörsaal 50, Hauptgebäude der Universität Wien, 1010 Wien, Universitätsring 1 (Stiege 8)

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