Erleichterung der Symptome bei Querschnittslähmungen
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Bis zu 80 Prozent der Menschen mit einer Querschnittverletzung leiden unter Spastizität. Bisher hatten sie die Wahl zwischen Medikamenten mit starker Nebenwirkung oder einer risikoreichen Operation. Die Mathematikerin und Neurowissenschaftlerin Ursula Hofstötter von der Medizinischen Universität Wien entwickelte ein Verfahren, das die Spastizität lindert und zudem die Mobilität verbessert - ganz ohne Medikament oder Operation. Bei einer Querschnittverletzung werden das Rückenmark und die darin laufenden Nervenbahnen geschädigt. Dieser wichtige Teil des Zentralnervensystems steuert verschiedene Vorgänge im Körper. Neben einer Lähmung der Extremitäten können deshalb auch motorische, sensorische sowie vegetative Funktionen beeinträchtigt sein. Viele Betroffene haben mit Spastizität zu kämpfen, also einer schmerzhaften Erhöhung der Muskelspannung oder Muskelkrämpfen, die die bereits verminderte Willkürmotorik (bewusst gesteuerte Bewegungsabläufe) noch weiter reduziert.
