Prostatakrebs: Unerwartete Ergebnisse aus weltweiter Phase-3-Studie

Überraschend endete eine nun publizierte, weltweite, klinische Studie der Phase 3 für ein vielversprechendes Medikament zur Behandlung von fortgeschrittenem Prostatakrebs: Verglichen mit der etablierten Standardtherapie erzielte das neue Therapeutikum keine wesentliche Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit von Patienten. Diese und weitere Daten der Studie wurden jetzt im Top-Magazin Journal of Clinical Oncology veröffentlicht. ForscherInnen der MedUni Wien waren maßgeblich daran beteiligt. Koordiniert wurde die Studie vom soeben gekürten Best Hospital der USA, dem Massachusetts General Hospital (MGH) der Harvard Medical School. Die Arbeitsgruppe Urologische Tumore an der Universitätsklinik für Innere Medizin I der MedUni Wien im AKH Wien gilt bei OnkologInnen weltweit als ein Forschungsteam mit anerkannter Expertise für die moderne Behandlung des Prostatakarzinoms. Im Jahr 2012 wurde sie daher eingeladen, an einer internationalen Studie eines neuen Medikaments (Cabozantinib) zur Behandlung des fortgeschrittenen - so genannten kastrationsresistenten - Prostatakarzinoms teilzunehmen. Michael Krainer, Leiter der Arbeitsgruppe Urologische Tumore und derzeit auf Einladung des MGH als Visiting Scholar in den USA, kommentiert die Ergebnisse: Cabozantinib erhöhte zwar das Gesamtüberleben der behandelten Patienten in den meisten Fällen um ein bis zwei Monate, doch im Vergleich zur gängigen Standardtherapie war dieser Effekt statistisch nicht signifikant.
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