Symposion Kunst und Archäologie. Reflexionen zur Wechselwirkung von Wissenschaft und Zeitgenössischer Kunst
Ein internationales Symposion beschäftigt sich am 13. und 14. März im Zuge der Sonderausstellung »Archäologie'! - Spurensuche in der Gegenwart« im Salzburg Museum damit, was es für die Archäologie als Wissenschaft bedeutet, wenn zeitgenössische Künstler ihre Gegenstände, Methoden und Ordnungssysteme aufnehmen. Ergeben sich dadurch andere Perspektiven, neue Fragestellungen und Ansätze für das Fach selbst? Hilft die kritische Außensicht für ein differenzierteres Selbstverständnis der Archäologie? Die Kunst der Gegenwart beschäftigt sich in vielfältiger Weise mit archäologischen Gegenständen, Methoden und Ergebnissen. Dabei fasziniert der Anspruch, aus Fragmenten und Erdspuren durch genaue Beobachtung, Analogien und Deutungen längst untergegangene Kulturen rekonstruieren zu können, damit auch vergessene Straten des Bewusstseins und verschwundene Lebensweisen zu evozieren. Spätestens seit Michel Foucaults ,,Archéologie du Savoir" (1969) ist Archäologie zu einem wirkmächtigen Paradigma der Kulturwissenschaft wie der Kunst geworden. Die derzeit im Salzburg Museum laufende Sonderausstellung »Archäologie'! - Spurensuche in der Gegenwart« zeigt künstlerische Arbeiten, die sich in spezifischer Weise auf die Antike beziehen. Dabei ergeben sich oft unerwartete Kombinationen, andere Sehweisen und Fortentwicklungen, aber auch eine von der Selbstwahrnehmung der Archäologie abweichende Einschätzung des Faches. Das Symposion wird diese Arbeiten aus archäologischer Sicht kommentieren.

