Köpfchen statt Handarbeit
Können Produktionsbetriebe auch in Ländern mit hohen Lohnkosten wirtschaftlich sein? Ja, wenn man die Technologieführerschaft übernimmt. Ein Beispiel dafür ist eine neue Faserkunststoff-Technologie, entwickelt an der TU Wien. Die T-Shirts, die wir tragen, werden großteils in fernen Ländern genäht, und auch die Handys in unseren Hosentaschen werden nicht in Österreich produziert. Man könnte beinahe versucht sein, die Abwanderung von Produktionsbetrieben in Länder mit niedrigeren Lohnkosten für ein unverrückbares ökonomisches Gesetz zu halten, doch das stimmt nicht. ,,Gerade im Produktionsbereich ist es für uns in Europa wichtig, die Technologieführerschaft zu übernehmen. Dann ist es wirtschaftlich, hier bei uns zu produzieren", sagt Richard Zemann vom Institut für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik der TU Wien. Ein Beispiel dafür ist eine neue Faserkunststoff-Technologie, die er mit österreichischen Firmenpartnern entwickelt hat.
